So lautete eine der Schreibübungen der Challenge Schreiben lernen von Eva Laspas, an der ich vom 01.06. – 21.06.2016 teilgenommen habe.

Eva Laspas hat aus der Challenge ein Arbeitsbuch verfasst, das am 24.08.2016 das Licht der Welt erblickt hat. Sie haben jetzt also auch die Möglichkeit die wirklich nutzbringenen Aufgaben von Eva Laspas zu machen, um in Ihren persönlichen Schreibfluss zu kommen.

Die Aufgaben sind so konzipiert, dass Sie anschliessend gleich etwas haben, das Sie für Ihr Business nutzen können! Ich stelle Ihnen hier mal die für mich wichtigste Übung vor, und zeige Ihnen, wie ich daran zu knacken hatte

Das Wichtigste erkennen

Das ist nicht nur für die anstehende Schreibübung der Titel, sondern ganz generell das Credo für uns Selbständige. Egal, ob beim Texten, Inhalte für Kurse erstellen, das innere Mindset justieren, die Finanzen verwalten, Strategien planen, – immer geht es darum, dass wir nur begrenzte Zeit und Ressourcen haben, mit denen wir unser Ziel erreichen wollen und können. Daher ist es nahezu überlebenswichtig, fürs Business gesprochen, sich auf das Wesentliche zu reduzieren. Die Kernaussage zu treffen.

Die Kernaussage

Vor dieser Herausforderung stehen wir jedesmal wieder auf Neue. Für das neue Produkt, für die neue Kampagne, für den Kurs, für das Coaching, für das Angebot, einfach für alles brauchen wir den Kern dessen, um das es geht. Damit andere uns verstehen. Damit wir nach aussen Klarheit und Transparenz schaffen können.

Die Reise nach innen

Wie innen, so aussen, lautet einer der Ansätze der hermetischen Prinzipien, wonach das All eher geistiger Natur ist und mentale Schwingungen transformiert werden können, auf der Basis der Analogie: Das Eine entspricht dem Anderen. Sie kennen diesen Ansaatz sicher aus aus der Überlegung, dass man das (der) ist, was man denkt. Hier beziehe ich mich darauf, dass ich diesen Prozess erst im Inneren anstossen muss, damit er im Aussen sichtbar werden kann. Also gehe ich bei der Suche nach der Kernaussage zuerst nach innen.

Eva`s Übung dazu

Eva Laspas stammt aus der Motessori-Pädagogik, so dass diese Lernansätze hier einfliessen und wir durchs Tun lernen. Ist mir sowieso am Liebsten. Ihnen sicher auch. So stellen wir uns im Laufe der Challenge durch die Übungen einen Texte-Werkzeugkasten zusammen, der uns auch später in allen schreiberischen Lebenslagen eine Hilfe sein wird. Eva bietet in ihrer Akademie Schreiben lernen noch viel mehr solcher Übungen, sagt sie.

Es war einmal …

Wir üben das Wichtigste zu erkennen am Beispiel eines Märchens. Rotkäppchen soll es sein. Kennt ja jeder. Trotzdem nochmal schnell gegoogelt und überflogen, um auch die Details draufzuhaben, denn: Wir sollen uns jetzt überlegen was für uns das Wichtigste bei diesem Märchen ist? Was ist für uns die Kernaussage?

Interessante Fragestellung

Jeder fokussiert einen anderen Aspekt. Natürlich gibt es die Grundaussage des Erzieherischen – Gehorsam sein, Warnungen beachten, nicht eigensinnig sein, nicht vom Weg abkommen, weil sonst was ganz Schlimmes passieren kann; wie wir im Märchen sehen.

Wir machen uns also einen Moment Gedanken, bevor wir uns an die Arbeit machen. Unsere Aufgabe: Das Märchen in 800 Zeichen inkl. Leerzeichen nacherzählen! Und dabei das aus unserer Sicht Wichtigste herausarbeiten. Spannend! Und lustig! Wir haben während der Challenge unsere Ergebnisse in der Facebook-Gruppe eingestellt. Es war total interessant zu sehen wie unterschiedlich die einzelnen Schreiber an die Sache herangegegangen sind.

Aus Eins mach Viele

Im Grunde hat das Märchen ja für jeden dasselbe Ziel. Wir verstehen es universell. Wir wissen alle mehr oder weniger was gemeint ist, was uns das Märchen sagen soll. Und doch sind die auf 800 Zeichen gekürzten Passagen des Märchens bei allen anders. Der Schreibstil bringt viel Individualität hinein. Die Wortwahl sagt viel über die schreibende Person aus. Obwohl also alle dasselbe machen, kommt etwas Indivdiuelles dabei heraus.

Der Beweis: Jeder ist anders

Ich überlege mir, dass das also der Effekt im Leben als Selbständige/-r ist: Auch wenn wir alle bspw. Coaching anbieten, wird es sich bei jedem anders anhören. Wir unterscheiden uns eben doch alle und sind indivdiduell. Das gefällt mir.

Nun aber ans Werk

Aus dem Märchen Rotkäppchen soll also eine für mich passende Kernaussage extrahiert werden, die ich mit 800 Zeichen wiedergeben soll. Na, gut. Hier ist mein Text:

Es war einmal ein kleines Mädchen, das wegen ihres roten Capes Rotkäppchen genannt wurde. Das Mädchen liebte es im Wald verträumt umherzustreifen. Eines Tages trug die Mutter ihr auf der kranken Großmutter einen Proviantkorb in die Hütte im Wald zu bringen. Rotkäppchen hüpfte fröhlich los. Der Wolf, der sie im Wald schon eine Weile beobachtete, ergriff die Gelegenheit und fragte freundlich lächelnd: „Wohin des Wegs?“. Rotkäppchen durchschaute was der Wolf wollte und gab ihm gleich falsche Auskünfte. Als der Wolf weg war, setzte sie ihre Superkräfte ein und war wie der Blitz in der Hütte der Großmutter. Sie verriegelte sofort die Tür und wies die Großmutter an in der nächsten Zeit sorgsam zu sein, weil üble Gestalten im Wald herumschlichen. Die Großmutter freute sich über die taffe Enkelin.

Überrasche Dich selbst

Mir war vorher nicht so richtig klar, was ich schreiben würde. Es war ein Gefühl, eine Wahrnehmung, die ich nun versuchen musste in Worte zu fassen. So geht es mir im Business an vielen Stellen. Wenn ich Texte für die Webseite schreiben soll, Langdingpages erstelle, Werbekampagnen aufsetze, Kursinhalte schreibe. Immer geht es darum, das, was ich für wichtig für den Leser und mich halte, so auszudrücken, dass die richtigen Leute das richtige Lesen. Stirnabwisch. Ist harte Arbeit! Sie kenne das sicher auch.

Eva hat kein Erbarmen

Natürlich bekommen wir alle unser Lob und Feedback in der Challenge, sowohl von Eva, als auch untereinander. Der Text soll jetzt erstmal liegen bleiben und “reifen”. Wir beschäftigen uns zunächst mit etwas anderem. Doch dann kommt Rotkäppchen wieder auf den Tisch:

Geht´s noch etwas kürzer?

Ne, echt jetzt?! Rotkäppchen in 800 Zeichen war schon nicht so einfach. Jetzt sollen wir lernen Texte zu kürzen. Journalisten wissen das. Kürzen, bis nur noch Diamanten übrig sind. Wir können uns das kaum vorstellen. Was soll man denn da jetzt noch weglassen? Das geht doch gar nicht!

Ohne Schweiß keinen Preis, oder so

Wenn man muss, geht ja bekanntlich alles. Also solange am Text rumgekürzt, bis das hier dabei herauskommt:

Gekürzte Rotkäppchen Version mit Hervorhebung der Kernbotschaft –

Rotkäppchen sollte ihrer kranken Oma Verpflegung in den Wald bringen. Ohne zu träumen und zu trödeln, wie sonst. Im Wald beobachtete der Böse Wolf das Mädchen und sprach es an, um herauszufinden, wo es hinwollte. So naiv war Rotkäppchen allerdings nicht, und machte ihm falsche Angaben. Der Wolf verschwand zufrieden, ohne zu wissen, dass Rotkäppchen über Superkräfte verfügte. So konnte das Mädchen lange vor dem Wolf bei der Großmutter sein. Jetzt nur noch alles sichern und die Großmutter warnen, die darüber sehr froh war. Das gruselige Ende des Märchens konnte ausfallen, dank des taffen Rotkäppchens.

Ob Eva jetzt genug hat?

Erstmal war ja Ruhe im Karton. Wir durften uns wieder anderen, wichtigen Dingen widmen. Die Mitautoren der Challenge und des Buchs: Bella Bley, Franz Grieser, Silvia Chytil, Petra Czanik & Stella Damm, Dunja Herrmann und Almut Switalla haben uns zwischendurch auch immer mal wieder unter ihre thematische Fittiche genommen. Das Schöne: Immer geht es dabei um unser Unternehmerdasein, für das wir schreibend einen Blick entwickeln sollen, damit die textliche Arbeit, die wir zu leisten haben, immer besser von der Hand geht.

Sie ahnen es sicher schon …

Nein, Eva hat noch nicht genug. Es darf wieder gekürzt werden. Ächz. Diesmal sollen wir aus dem Kernbotschafts-Rotkäppchen einen Tweet machen! Was für eine Idee. Echt schräg. Ich bin aber gespannt. Und habe es nicht gleich hinbekommen. Ich musste meine erste Version verbessern. Vol. 2 war dann das Endergebnis. Und ich glaube: Mit noch mehr Schliff, wäre noch etwas Besseres dabei herausgekommen:

Rotkäppchen – 140 Zeichen
Wahre Stärke sieht man nicht sofort. Traue nie dem äußeren Schein, aber verbiege Dich auch nicht. Lerne von Rotkäppchen und dem bösen Wolf.

vol2 Wahre Stärke liegt innen. Wer glaubt, was er sieht, wird überrascht sein und hat das Nachsehen. Das lernte der böse Wolf vom Rotkäppchen.

Ergebnisse machen stolz

Nachdem wir nun Rotkäppchen so eingedampft haben, sind wir fit auch andere Texte zu bearbeiten und zu kürzen. Wer wollte, konnte sein eigenes Ergebnis auf Eva´s Seite veröffentlichen lassen. Ich finde, mein kurz und knapp auf den Punkt bringen meiner Arbeit (ein Aspekt davon, jedenfalls) recht gelungen:

Knotenlöser-Coaching – und Ihr Knoten kann sich verabschieden!
Wieder zu sich finden und ins Tun kommen.
Für ein erfolgreiches Business.
Stephanie Mertens

So steht es hier auf Eva´s Seite

Sinn und Zweck des Ganzen

War ja das Texten für Selbständige. Daher waren die Übungen immer mit dem Fokus das Erlernte für das eigene Business einzusetzen. Und ich finde, da habe ich einiges gelernt. Ausserdem habe ich viel Spaß gehabt und tolle Leute kennengelernt oder wiedergetroffen.

Machen Sie das doch auch mal

Zur Vertiefung gibt es weitere Arbeitsblätter zum Buch im kostenlosen Download. Ausserdem können Sie während der Bearbeitung der Übungen selbst Feedback für Ihre Ergebnisse bekommen, indem Sie sich zum Beispiel zur Facebook Gruppe anmelden. Ich finde das ein ganz tolles und sehr nützliches Angebot. Ein interaktives Arbeiten mit einem Buch. Klasse Sache! Weswegen ich es nur empfehlen kann und es hiermit an Sie weiterempfehle.

Erzählen Sie doch gerne hier in den Kommentaren von Ihren Erfahrungen mit dem Schreiben. Ich freue mich darauf! 🙂

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