So ein Jahreswechsel weckt große Hoffnungen und Pläne. Bei mir wenigstens. Jedes Jahr wieder. Allerdings nicht unbedingt in Form von guten Vorsätzen. Sondern eher als Möglichkeit Bilanz zu ziehen und mit einem Gefühl von „Jetzt aber!“ voranzugehen. Mit Marit Alke fing es an. Mit ihrem tollen Online Starter Kurs infizierte sie mich mit dem Bloggen. Mein erster Beitrag erschien anlässlich ihrer Blogparade 2015. Da hatte ich noch allerlei Rosinen im Kopf …

Deshalb ist es ein guter Moment anlässlich der Blogparade 2016 von Marit Alke, den frischen Aussichten von Petra von Schenk und der Frage von Jacky Wesling Wie Dein Business-Blog entstand mal zu schauen was aus meinem Blog und meinem Business geworden ist und wohin die Reise nun eigentlich gehen soll:

Symptome

Für Marit’s Blogparade bin ich eigentlich einen Tag zu spät. Ich hoffe, ich werde trotzdem noch in den Reigen der Schreiber aufgenommen. 😉 Übrigens ist das in letzter Zeit symptomatisch geworden, besonders im zweiten Halbjahr 2015 – ich bin wie das weisse Kaninchen bei Alice im Wunderland irgendwie immer auf der Hatz hinter der Zeit her. Das soll sich natürlich ändern.

Damals

Wir schreiben das Jahr 2015. Mir war bereits klar, dass ich mit meinen verschiedenen Standbeinen, die eigentlich ineinander gehörten, nach ausssen nicht gut aufgestellt war.

Schon vor drei Jahren beschloss ich mein Business verstärkt online zu betreiben. Weil ich meine Zielgruppe verändern wollte. Und die online leichter zu erreichen ist.

Schon vor drei Jahren?!
[Tweet “Was habe ich die ganze Zeit eigentlich gemacht?!”]

In der Zwischenzeit

Ich habe gelernt, Wissen gesammelt, viele Webinare besucht, zwei Coaches ausprobiert, entdeckt, dass ich ein Facebook-Typ bin, neue Webseiten aufgesetzt, Kurse entwickelt, Forbildung gemacht, Kurse gegeben und vieles mehr.

Challenges

Irgendwie kreiste ich um den Kern der Geschichte. Dann kamen die ersten Challenges – von Karin Wess und von Christina Emmer – jetzt konnte ich mich vollzeitbeschäftigen, wenn ich wollte.

Mindset

In den letzten zwei Jahren habe ich mit der Zeit ein ganz anderes Mindset entwickelt, habe viele tolle Menschen in social media kennengelernt, mich vernetzt.

Erfolgsteams

Schliesslich bin ich in nun mittlerweile drei Erfolgsteams. Es geht immer noch darum mein Business online aufzubauen. Mit Kursakademie und allem drum und dran. Doch wie dahin kommen?

Schreiben

Naja, im Januar 2015 dachte ich: Ein Blog soll es also sein! Ja, so bin ich dazu gekommen. Einfach auf den Zug aufgesprungen. Nicht nur, weil es gerade hip ist, sondern auch, weil ich noch etwas anderes wollte: Schreiben!

So rief ich Anfang 2015 mein Jahr des Schreibens aus. Doch es ging mir genauso wie Christina Emmer, die plötzlich ganz woanders ankam und eigentlich auch nur schreiben wollte. 😉

Ja, liebe Jacky, das war die erste Frage: Wann habe ich mein erstes Blogprojekt gestartet und warum? Es gab eigentlich keinen größten Fehler beim Start des Blogs. Vieles, das man besser machen könnte, was man durch die Erfahrung lernt.

Der Blog und das Produkt

Das Blogprojekt gibt es noch und soll wieder mehr an Fahrt aufnehmen, denn: Aus den bis zum Sommer regelmässig geschriebenen Blogbeiträgen ist ein Produkt erwachsen, das Ende des Jahres von freiwilligen “Versuchskaninchen” getestet wurde:

Mein eigener Kurs. Eine Anleitung, wie man selbst Kurse erstellen kann, um aus dem eigenen Wissen mehr zu machen und sich der Welt damit zu zeigen. Getreu meinem Motto auf meiner Portalseite und meinen “WISSEN-HÄPPCHEN” (nach der Überarbeitung heisst es jetzt KURS-HÄPPCHEN), meiner Newsletter-Liste dieses Blogs. Jetzt setze ich die Erkenntnisse aus dem Test um und starte dann mit dem Launch.

Wie war das noch mit TUN?

Es kann sich empfehlen erstmal zu starten und dann in das Tun hineinzuwachsen. Dazu habe ich manches bei Katharina Lewald gelernt. Sich mit der Zeit einen Redaktionsplan zuzulegen – ich habe mich dazu mit Trello beschäftigt, mit ToDoIst und mit eigenen Listen schreiben – hat allerdings noch nichts geholfen.

Zeit und Aufwand

Mein Problem ist eher die permanente Unterschätzung von zeitlichem Aufwand. Es sieht immer alles so einfach aus und das Starten an sich ist es auch. Es macht auch Spaß etwas Neues auf die Beine zu stellen, das inspiriert und gibt das Gefühl richtig was geschafft zu haben. [Tweet “Doch wenn etwas wirklich gut werden soll, braucht es Fokus”]Soviel habe ich erkannt.

Der Schreiber empfiehlt

Deshalb wäre meine Empfehlung, lieber mit weniger anfangen, sich Zeit lassen, denn mit der Zeit kommt immer mehr hinzu, so dass das eigentliche Projekt plötzlich einen ganz anderen Umfang haben kann.

Wer jetzt schon auf dem Weg war sich als Podcaster zu versuchen – Gordon Schönwalder weiss wie das geht – oder sich einen Vlog aufsetzen zu wollen, und sich dazu erstmal mit der Technik von Videos und Co. befassen muss, der wird vermutlich auch irgendwann feststellen, dass das Zimmer plötzlich voll ist mit lauter Baustellen. Der PC hat schon förmliche Dateistädte “für später” im Speicher und das Gefühl von innerer Klarheit schwindet immer mehr, bis man nicht mehr erkennt wo es eigentlich weiter geht.

Gut, dass es die Ideenhelden gibt. Diana Grabowski hat auf Facebook eine Gruppe gegründet, die Leute wie mich, die dauernd neuen Ideen hinterherjagen und eine neue Baustelle nach der anderen aufmachen, unter einen Hut bringt. So fühlt man sich schon wieder mehr wie man selbst, eben ein bisschen chaotisch, eher kreativ als konstruktiv und mit entsprechenden Höhen und Tiefen. In solchen Gruppen kann man übrigens die eigenen Blogbeiträge zu festen Tagen teilen und natürlich auch andere empfehlen. Cool! Der Blog ist vielleicht doch gerettet.

Seitdem bin ich in einigen Gruppen Mitglied, wo ich mich auch versuche einzubringen, meine neuesten Ergüsse mit Erlaubnis zu teilen, anderen Mut zu machen, mir selbst Mut machen zu lassen und so weiter. Besonders aber um die Leiden und Freuden von Solo-Selbständigen zu teilen, sich auszurichten, zu fokussieren … mein Dank gilt hier Estrella Velasco, Katja Grieshaber.

Ohne Technik ist alles nichts

Und überhaupt: Die ganzen Technik-Themen! Oha! Auch da braucht man ja viel Beistand: Durch die Tipps von Norbert Hofer von So Starten zum Beispiel, der aktuell intensiv mit Mara Stix zusammenarbeitet, der Word Press Bistro Gruppe von Michaela Steidl, Ralf Wenda von Erfolgswolf, Frank Katzer (der immer die Ruhe weg hat und immer noch einen Tipp hat),  Doc Goy, Afoma (wo es viele tolle Kurse gibt!),

Andere wissen wie es geht

Bei Vladi habe ich viel über das Bloggen gelernt und wie es so ist in der Affenhorde des Affenblogs. Ich muss schliesslich alles erstmal genau wissen, um es dann doch der eigenen Nase nach zu machen (was in der Regel zu einigen Umwegen aber tollen Lernerfahrungen führt). Auch das Magnetprodukt hatte es mir angetan, ich will es immer nochmal umsetzen …

Sebastian Thalhammer mit seinem Phoenix-Projekt, Polypreneur-Business und nun bald noch was Neues war auch eine Beruhigung, weil es zeigt, andere trauen sich auszusprechen, was einige von uns im stillen Kämmerlein versuchen zu erdulden.

Alleine geht’s nicht und teilen ist angesagt

Oweia, jetzt schwirren mir so viele Namen im Kopf herum! Eines ist sicher: Alleine geht das alles gar nicht! Wenn nicht so viele Menschen Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen grosszügig teilen würden, insgesamt viel mehr Authentizität, Transparenz und Ehrlichkeit die Bühne betreten hätte, würden wir alle vermutlich viel mehr Zeit brauchen, egal für was, und viel weniger Spaß haben! Und es gibt natürlich noch viel mehr Menschen, als ich jetzt hier aufzählen kann, die mich in den letzten Jahren begleitet und ein Stück schlauer gemacht haben.

Inspirierend

Ich muss jetzt aber noch Dr. Simone Weissenbach und David Goebel nennen. Die dürfen einfach nicht fehlen! Hier ist mein Hort um konstruktiv zu werden! Viel Erfolg euch mit euren aktuellen Projekten!! Und weiterhin einen so tollen Inspirationsaustausch!

Auch die quirlige und sehr liebe Maureen Wyse-Marzinowski darf nicht unerwähnt bleiben. Sehr emfpehlenswert sind ihre Newsletter – nicht verpassen!

Und wenn Sie mehr über faire Kommunikation wissen wollen: Karin Mager kennt sich da auch (hat auch tolle Bücher geschrieben). Und dann können wir gleich weiter zu Bettina Schöbitz ziehen und wertschätzenden Umgang miteinander kultivieren.

Ich glaube, es wird bereits deutlich, was ich die letzten drei Jahre so gemacht habe, was? 😉 OK, das soll jetzt erstmal reichen. Denn eigentlich wollte ich ja einen Jahres-Rückblick und einen Jahres-Ausblick geben.

Also: Letztes Jahr – ist rum!

Startsteine für die Portalseite gelegt, ich weiss, da gibt es noch viel zu tun.

Einen Avatar für jedes meiner drei Standbeine zeichnen lassen:
Für Legekunst mit der beratenden Arbeit mit bildhaften Assoziationen,
für Unternehmensforum-nord, wo meine kleine Kurssammlung ist,
für Dozentin Mertens, wo ich so richtig durchstarte.

Mit meinem Dozenten Blog möchte ich die Welt des Unterrichtens mit anderen teilen, sie teilhaben lassen, sich beteiligen. Das, liebe Jacky Wesling, zu Deiner letzten Frage aus Deiner Blogparade. 😉

Ich habe Grundsteine für die künftige Produkentwicklung gelegt (bin in Gruppen rund ums Buch – schreiben und entwickeln, wie von Tom Oberbichler) und:

Ich habe mein erstes Buch auf den Markt gebracht!

Es war also das Jahr mit dem Legekunst Buch, wie geplant (ausser, dass es erst Anfang Dezember erschienen ist, also gerade noch im Plan)

Das wollte ich und das wurde es

In 2015 wollte ich mehr Klarheit und ins Tun kommen. Immerhin weiss ich nun mehr und das TUN wird Thema für 2016. Alles auf einmal geht ja nun mal nicht, also ächt. 😉

Allerdings bin ich tatsächlich in den Austausch gegangen, habe mich informiert, belebt, angeregt. Bin zwar nicht unbedingt in allen Fällen bei meiner Zielgruppe angekommen, doch immerhin weiss ich jetzt schon viel mehr wer denn meine Zielgruppe sein könnte. (Auch wenn ich es immer noch  hasse mir überlegen zu sollen, was meine Zielgruppe z.B. isst)

Mutig und beherzt wollte ich Neuland erobern. OK, angeschaut habe ich es mir. Die Eroberung ist auf 2016 verschoben.

Tapfer Bestehendes vertiefen – ja, doch, das kann ich sagen, das habe ich. Bei Unternehmensforum-Nord habe ich drei Blogbeiträge geschrieben, statt monatlich einen. Und bei Dozentin Mertens bin ich ein wenig bescheidener geworden und starte nicht mit einem ganzen Coachingprogramm, dafür aber mit einem Produkt. Und das auch erst am Ende des Jahres 2015, so dass der Launch erst in 2016 erfolgen wird.

Ich wollte auch regelmässig alle 14 Tage einen Dozentin Mertens Blogbeitrag schreiben. Bis zum Sommer habe ich es mit Hängen und Würgen auch geschafft. Dann bin ich ans Buch schreiben gegangen und kam raus aus dem Tritt. Nun hat das Buch auch viel Zeit geschluckt, wie man in meinem letzten Newsletter zum Buch nachlesen kann. Ich bin also entschuldigt, hoffe ich. 🙂

Ich wollte mich besser organisieren. Normalerweise kriege ich das zu 80 % auch hin. Die letzten zwei Jahre hat nichts so recht gefruchtet. Ich muss mir eingestehen: Ich habe viel weniger Zeit zur Verfügung, als ich für die von mir geplanten Aktivitäten brauche. Da muss ich eine andere Lösung finden. Ich höre aber auf mich damit unter Druck zu setzen und versuche einfach ein wenig realistischer zu sein.

Es sollte bereits Videos und Webinare geben. Das nehmen wir dann einfach mal unbenutzt für den fleissigen Gebrauch ins neue Jahr mit.

Dank Andrea Gieseler habe ich einen anderen Blickwinkel auf meine Strukturen gewinnen können. Ich liebe das Bild mit den Blumen, liebe Andrea! 🙂

So! Und was heisst das jetzt für 2016?

Naja. Ich weiss nun wie wenig Zeit ich habe. Also versuche ich mich auf wenige Dinge zu fokussieren:

Das Buch vermarkten und möglichst Nachwuchs zu schreiben.

Mein eigener Kurs als Produkt auf die Welt bringen. Und auch hier möglichst Nachwuchs erzeugen.

Diese beiden Punkte haben es in sich. Alles, was dazu nötig sein könnte, wie Audio, Video, Webinare, Mitgliederbereiche, eigene Gruppen usw. sind teilweise recht lernintensiv. Ich werde also weiterhin gut beschäftigt sein. Damit Sie endlich mal was von mir zu sehen bekommen.

Mich weiter austauschen, Spaß haben, was lernen und meinen Wachstumsschritt machen.

In diesem Sinne – schauen wir mal wie es dieses Jahr kommt. Alles Liebe und Gute für Sie alle – (und was werden Sie so treiben?)

 

Ihre Stephanie Mertens 🙂